Sasol Team

Erfahrungsbericht Dirk Niemeyer - Meine Auslandsentsendung

Mein Steckbrief:

  • Name: Dirk Niemeyer
  • Abteilung: R&D Inorganics
  • Position: Manager RD Alumina & Advanced Inorganic Materials
  • Standort: Brunsbüttel
  • Entsendungsort: Sasolburg
  • Entsendungszeitraum: September-November 2012

Eine Kerntechnologie der Sasol ist der GTL Prozess, in dem Erdgas zu synthetischem Kraftstoff umgewandelt wird.


http://www.sasol.com/innovation/gas-liquids/technology


Da in diesem Verfahren unter anderem auch Alumina eingesetzt wird, besteht seit über 20 Jahren ein reger Austausch zwischen den Kollegen aus Brunsbüttel und Sasolburg. Eine der letzten Highlights war die gemeinsame Entwicklung eines neuen Produktes, für die das gemeinsame Team mit dem begehrten Badger Award für Innovation ausgezeichnet wurden.


http://www.sasolgermany.de/fileadmin/doc/press/Pressemitteilung_Sasol_OS_Badger_Brunsbuettel_Hamburg.pdf


Im Jahr 2012 war ich in der Anorganischen F&E in Brunsbüttel als Gruppenleiter in einem regen Kontakt zu den südafrikanischen Kollegen. Um die erfolgreiche Kooperation weiter zu intensivieren, wurde ein Shortterm Assignment Programm initiiert. Während eine Kollegin aus Sasolburg im Sommer des Jahres 2012 drei Monate in der Anorganischen F&E in Brunsbüttel verbrachte, besuchte ich im Anschluss für zwei Monate die Kollegen in Sasolburg.


Dieser Aufenthalt war für mich in vielen Punkten eine große Bereicherung. Da ist zum einen die hochmoderne Ausstattung des dortigen Forschungsstandortes zu nennen, die für die Entwicklung neuer Katalysatoren verwendet wird. Zum anderen war ich in der Lage gute wissenschaftliche Gespräche mit den dortigen Kollegen zu führen, die einen großen Erfahrungsschatz auf ihrem Gebiet aufweisen. Dadurch war ich sehr schnell in der Lage bedeutende Impulse für meine weitere wissenschaftliche Arbeit in Brunsbüttel mitzunehmen.

Zu Beginn des Aufenthaltes absolvierte ich ein eintägiges „Intercultural Training“ in dem mir viel über südafrikanische Sitten und Gebräuche erzählt wurde. Einen kleinen Teil davon habe ich in der kommenden Zeit selbst erleben dürfen. Dazu gehörten unter anderem:

  • Ein echtes südafrikanisches Braai (Grillfest)
  • Ein Oktoberfest mit hervorragendem südafrikanischen Craft Beer
  • Ein Fußballspiel der südafrikanischen Nationalmannschaft Bafana Bafana (dt: die Jungs) in Soccer City in Soweto
  • Ein Besuch des Pilanesberg Nationalparks, in dem unter anderem Elefanten, Nashörner und Giraffen zu sehen sind

Zu den weiteren ergreifenden Erfahrungen gehörten sowohl ein Besuch im Apartheidmuseum in Johannesburg, als auch ein Besuch der Gefängnisinsel Robben Island, auf der Nelson Mandela inhaftiert war. Gerade im Bewusstsein dieser jüngeren südafrikanischen Geschichte war es für mich besonders bemerkenswert, wie sich dieses tolle Land in den letzten zwanzig Jahren entwickelt hat.