Internationales Konsortium will die Dekarbonisierung der Luftfahrt vorantreiben

Fischer Tropsch/SAS-Reaktoren in Secunda, Südafrika.

JOHANNESBURG, Südafrika, 24. Mai 2022 – Sasol und das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) werden ein Konsortium leiten, das Katalysatoren der nächsten Generation entwickeln und optimieren will. Diese spielen eine Schlüsselrolle für die Entwicklung nachhaltiger Flugtreibstoffe (sustainable aviation fuels - SAF) und sind Grundlage für einen nachhaltigen Luftfahrtsektor.

 

Der Präsident von Südafrika, Cyril Ramaphosa, und Bundeskanzler Olaf Scholz nahmen heute an einer Festveranstaltung am Sasol-Hauptsitz in Johannesburg teil. Dort wurde der Beginn des Forschungsprojekts CARE-O-SENE verkündet. Es ist geplant, dass das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird.

 

Sasol bringt fünf weitere, weltweit führende Partner aus Deutschland und Südafrika zusammen, um die Entwicklung von Katalysatoren zu beschleunigen. Damit soll die wirtschaftliche Produktion von grünem Kerosin auf der Basis der Fischer-Tropsch-Technologie vorangetrieben werden.

 

„Wir freuen uns, dass wir dieses wichtige Projekt koordinieren dürfen”, sagt Fleetwood Grobler, Präsident und Chief Executive Officer von Sasol Limited. „Durch unsere Expertise in der Fischer-Tropsch-Technologie und der Katalyse sind wir der ideale Partner, um die Dekarbonisierung der Luftfahrt in Deutschland und der Welt voranzutreiben.”

 

Prof. Dr. Bernd Rech, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZB, ergänzt: „CARE-O-SENE ermöglicht uns, Innovationen auf dem gesellschaftlich relevanten Gebiet der grünen Energien zu beschleunigen. Dies können wir nur in globaler Zusammenarbeit erreichen, in der wir Grundlagenforschung und Technologieentwicklung für die Industrie umfassend vereinen und zusammendenken.”

 

Mit ihrer Expertise tragen weitere Partner zum Gelingen des Projekts bei: das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Kapstadt (UCT) und die INERATEC GmbH. Das Konsortium dankt dem Bundesministerium für Bildung und Forschung herzlich für die Unterstützung dieses wichtigen Vorhabens.

 

CARE-O-SENE hat eine Laufzeit von drei Jahren und verfolgt das Ziel, mit der Forschung an Katalysatoren die Weichen für eine großflächige Kommerzialisierung der grünen Kerosinproduktion bis 2025 zu stellen. Katalysatoren werden eingesetzt, um chemische Reaktionen zu beschleunigen sowie die Ausbeute und die Qualität der Endprodukte zu erhöhen. Es wird erwartet, dass die neuen FT-Katalysatoren die Kerosin-Ausbeute des Prozesses auf über 80 Prozent erhöhen und damit den Einsatz von Ressourcen optimieren.

 

Im Gegensatz zu herkömmlichem Kerosin, das aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird, werden nachhaltige Flugtreibstoffe (SAF) aus grünem Wasserstoff und nachhaltigen Kohlendioxidquellen hergestellt. Die Entwicklung von SAF ist der Schlüssel zur Dekarbonisierung der Luftfahrt, in der fossile Brennstoffe bislang schwer zu ersetzen sind. In der zugrundeliegenden Fischer-Tropsch-Technologie ist Sasol seit mehr als 70 Jahren weltweit führend.

 

 

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Über Sasol:
Sasol ist ein globales Chemie- und Energieunternehmen. Wir nutzen unser Wissen und unsere Erfahrung, um anspruchsvolle Technologien und Prozesse in Produktionsanlagen von Weltformat zu integrieren. Wir beschaffen, produzieren und vermarkten eine Vielzahl hochwertiger Produkte in 23 Ländern auf sichere und nachhaltige Weise und schaffen so Werte für unsere Stakeholder. Unser Ziel " Innovating for a better world" bringt uns dazu, die Ziele People, Planet und Profit verantwortungsvoll und immer mit der Absicht zu erreichen, eine treibende Kraft für das Gute zu sein. Wir haben uns fünf Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt, um sicherzustellen, dass unsere Geschäftstätigkeit ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig ist.

 

 

Über HZB:
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) forscht an Lösungen für eine klimaneutrale Gesellschaft. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln und optimieren effiziente und kostengünstige Energiematerialien für Solarzellen, Batterien und Katalysatoren. Mit 1200 Mitarbeitern ist das HZB eines der größten außeruniversitären Forschungszentren Deutschlands im Bereich der Energieforschung und Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft. Mehr Informationen: www.helmholtz-berlin.de








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